Gemeinsame Initiative für die Umwelt

Energieforum: Sparkasse gibt Impulse mit Experten

Quelle : morgenweb.de

Der Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung steigt seit Jahren kontinuierlich. Die Nuklearkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima im März verlieh dem Thema eine besondere Dynamik und war wohl eine Initialzündung zum schnelleren Ausbau von umweltfreundlichen Energien. Außerdem forcierte die Tragödie ein Umdenken. So erwarten in Deutschland einer neuen Umfrage zufolge 93 Prozent der Bevölkerung ein stärkeres Engagement von Unternehmen auf dem Umweltsektor.

Grund genug für die Stadtwerke Hockenheim und die Sparkasse Heidelberg, mit dem Energieforum Hockenheim Impulse zu geben und Aktivitäten für nachhaltiges Handeln in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht zu unterstützen. Das erste Energieforum findet am Dienstag, 22. September, 19 Uhr, in der Sparkassenfiliale in der Unteren Hauptstraße statt.

„Herausforderungen stellen“

Sparkassen-Regionaldirektor Erik Schnatterer brachte im gestrigen Pressegespräch zur Veranstaltung zum Ausdruck, dass man sich den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen müsse. Nachhaltigkeit müsse auch beim Kunden landen. Diese würden Finanzierungskonzepte erwarten, so Schnatterer, der auch den geschäftlichen Aspekt nicht verhehlte.

Das Energieforum sei, so Michael Greul, in kurzer Zeit auf die Beine gestellt worden. Der Sparkassen-Filiadirektor hofft auf viele interessierte Bürger am 22. September. Diesen würden drei Kurzvorträge geboten. Außerdem drei kleinere Messestände, unter anderem vom Naturschutzbund (Nabu) und Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Mit im Boot ist auch der neu gegründete Verein Solardrom. Laut Greul seien nach der Premiere eine bis maximal zwei Energieforen im Jahr geplant.

Werkleiterin Martina Schleicher unterstrich, dass die Stadtwerke mehr Produkte aus dem Bereich der regenerativen Energien anbieten wollen. Sie freute sich über das große Interesse der Bevölkerung an diesem Thema und meinte, „wenn wir in zehn Jahren einen 50 Prozentanteil erneuerbare Energien haben, könne wir sehr stolz sein.“ Sie hatte dabei nicht nur den Umweltgedanken vor Augen, sondern auch die damit steigende Unabhängigkeit von „den Großen“.

Werkleiterkollege Erhard Metzler ergänzte, dass nach den Bürgersolaranlagen im kommenden Jahr weitere Photovoltaikanlagen gebaut werden sollen. Außerdem würden andere regenerative Energien wie Biogas geprüft.

Kompetenzen vereinen

Regenerative Energien haben nicht nur einen ökologischen, sondern auch einen ökonomischen Effekt. Laut Armin Gutschek vom Kompetenzcenter Erneuerbare Energien der Sparkasse würde die Einspeisevergütung zwar sinken, in Anbetracht sinkender Investitionskosten sich die Rendite aber immer noch lohnen. Dabei gewinne der Eigenverbrauch zunehmend an Bedeutung.

An Bedeutung, auch für Vereine und Unternehmen, soll das Energieforum Hockenheim gewinnen. Michael Greul ist da ganz zuversichtlich: „In Hockenheim gibt es viele kompetente Leute. Wenn wir diese Kompetenzen zusammenbringen, kommt auch etwas Ordentliches dabei heraus.“

Schwetzinger Zeitung
13. September 2011

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