Nicht nur die Politik, sondern jeder ist gefragt, ….

Bericht zum Vortrag von Oliver Prahl bei Haus & Grund

…. wenn man die ehrgeizigen Ziele in der Energiepolitik erreichen will. Dabei stehen die Hauseigentümer mit an „vorderster Front“, denn die Energiemenge, die in öffentlichen und privaten Gebäuden für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung verbraucht wird, macht 40 % des gesamten Energieverbrauchs aus. Und: 80% des Gebäudebestands entspricht nicht den neuesten Energiesparstandards. Was tun?

Die Politik ringt um flächenübergreifende Lösungen.

Aber was bedeutet es für den Einzelnen? Informationen zu diesem Themenkomplex gab es bei der Gemeinschaftsveranstaltung der Vereine Haus & Grund Region Hockenheim Schwetzingen und SOLARDROM e.V im „et cetera“ unter dem Motto „Erneuerbare Energien – bringt es auch mir was?“.

Haus & Grund Vorsitzender Rudolf Berger wies einleitend auf die herausragende Bedeutung des Themas für Hauseigentümer hin, beklagte aber gleichzeitig auch im Namen seiner Organisation, dass sich die Eigentümer von der Politik bislang in Stich gelassen sähen. Man könne von ihnen keine Investitionen in sechsstelliger Größenordnung erwarten, wenn man nicht in der Lage sei, hier unterstützende Maßnahmen – wie etwa steuerliche Anreize – umzusetzen. Entsprechende Ankündigungen aus Berlin müssten endlich Taten folgen.

Oliver Prahl, der Referent des Abends und Vorsitzender von Solardrom , stellte kurz den Verein Solardrom vor. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt die Energiewende in Hockenheim voran zu bringen und einen ersten Schritt mit einer installierten Bügerbeteiligungsanlage getan. Im Anschluss ging der seit über 10 Jahren im Themenfeld Eneuerbare Energien und Energieeffizienz beruflich tätige dann in seinem Vortrag zunächst umfassend auf die Technik der erneuerbaren Energien ein. Von entscheidender Bedeutung für den Einzelnen bei allen Maßnahmen sei die Frage: „Rechnet sich das?“.

Erläutert wurden die Vergütungssätze sowie Förder- und Kreditprogramme. Anhand eines Beispielfalles einer Photovoltaik-Anlage in Hockenheim wurde die Wirtschaftlichkeit unter Beweis gestellt – trotz „nicht idealer Ausrichtung“.. Alles- auch darüber ist man sich einig- macht aber nur Sinn, wenn außer den „Erneuerbaren“ umfassende Effizienzmaßnahmen am Gebäude wie Außenwände, Dach, Kellerdecke, Fenster und Außentüren sowie die Heizungsanlage mit in das Gesamtkonzept einbezogen würden. Nach dem fachlich sehr fundierten und mit viel Beifall bedachten Vortrag beantworteten der Referent selbst und Haus & Grund Berater Ferdinand Gräter viele Einzelfragen zu dem komplexen Thema.

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