Wasserturm und die beiden Kirchen im Dunkeln

Hockenheim beteiligt sich an der Stunde der Erde

29-03-2014 Earth HourWas in Sydney, Berlin , London oder New York funktioniert, das müsste doch auch in Hockenheim funktionieren! Gesagt, getan. Und wer am Samstagabend zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr an der evangelischen und katholischen Kirche oder dem Wasserturm vorbeifuhr, der konnte sehen, dass es funktionierte.

Die Rede ist vom geplanten „Licht aus“ oder von der „Earth Hour“, also der „Stunde der Erde“, die dieses Jahr erstmals in Hockenheim stattfand. „Mit dieser Aktion wollen wir ein Zeichen setzen für den Schutz von Klima und Umwelt“, so Michael Schöllkopf, Vorsitzender des Solardrom Hockenheim e.V. und Mitglied der Agendagruppe „Eneuerbare Energien“.

In Zusammenarbeit mit den beiden großen Kirchen, den Stadtwerken und der Stadtverwaltung Hockenheim gelang es, diese Aktion umzusetzen. Weiterhin beteiligte sich auch der „Güldene Engel“, der zu einem Abendessen bei Kerzenlicht einlud.

Initiiert wurde diese Aktion vom World Wide Fund (WWF). Was 2007 in Australien begann, hat inzwischen globale Ausmaße angenommen: 162 Länder beteiligten sich, allein in Deutschland 160 Städte, darunter Hockenheim.

Normalerweise ist sie für die Lieferung des Stroms verantwortlich. Doch als die kaufmännische Leiterin der Stadtwerke, Martina Schleicher, zusammen mit Elektromeister Reinhard Brenner  pünktlich um halb neun die Strom-Abschaltung ankündigten, war es dann so weit: der Wasserturm und die beiden Kirchen standen im Dunkeln.

Oder auch nicht. Denn das Licht der Straßenbeleuchtung und der umliegenden Gebäude reichte bei weitem aus, um diese Bauwerke zumindest indirekt zu beleuchten.

„Und das ist genau ein Grund, warum es zu dieser Aktion kam“, so der stellvertretende Solardrom-Vorsitzende Oliver Prahl. Denn in den hochindustrialisierten Ländern Westeuropas können auf Grund der starken Großstadtbeleuchtung nachts von geschätzten 4000 Sternen nur 100 bestaunt werden.

Viel Wissenswertes vermittelte Oliver Prahl auf dem Weg vom Wasserturm, über die katholische Kirche bis hin zur evangelischen Kirche, so dass die Stunde wie im Flug vorbei ging .

Und die Veranstaltung war gerade zu Ende, als die Lichter wieder angingen. So als wäre nichts passiert. So als wäre nichts passiert? „Hoffen wir es nicht, denn Klimaschutz geht uns alle an“, so die Agenda-Beauftragte Elke Schollenberger, die im Namen aller Teilnehmer dem Verein Solardrom und insbesondere dem Referenten Oliver Prahl für den kurzweiligen Rundgang durch Hockenheim dankte.

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