Persönlich an der Energiewende teilnehmen

20160626_MeinSolar_1Eine Solaranlage kann sich auch bei teilverschatteten Flächen lohnen – das ist die Kernbotschaft der jüngsten MeinSolar-Veranstaltung des Hockenheimer Vereins Solardrom e.V. Zu einer Besichtigung der Anlage von Familie Kahl in der Friedrichstraße hatte man sich getroffen, und trotz Regens fanden sich etliche interessierte Hockenheimer ein.

Seit Mai 2014 produziert die Solaranlage Strom, die auf zwei Gauben und einem Garagendach verteilt ist, und zudem noch von einem mächtigen Nadelbaum teilweise verdeckt wird. Eine solche Verschattung hätte früher zum Aus einer jeden Solaranlage geführt. „Doch dank moderner Technik, den sogenannten Leistungsoptimierer, können diese Verschattungseffekte zum großen Teil ausgeglichen werden. Das sollte heute zum Standard einer jeden guten Solaranlage gehören“, erklärte der Vereinsvorsitzende Michael Schöllkopf bei der Vorstellung der Anlage.

Angesichts der geringen Einspeisungsvergütung lohnt es sich vor allem, den selbstproduzierten Strom auch selbst zu verbrauchen. Bei der Familie Kahl sind dies rund 36%. „Mit einem Stromspeicher ließe sich der Anteil des selbstverbrauchten Stroms sicherlich auf 70-80% erhöhen“, so Schöllkopf weiter. Denn: naturgemäß wird der Strom meist abends und nachts verbraucht, wenn die Sonne nicht mehr scheint.

Nachdem sich die Familie Kahl bereits an einer Bürgersolaranlage in Schwetzingen und Hockenheim beteiligt hatte, wollte man selbst Anlagenbesitzer werden. „Unser Grundgedanke war, persönlich an der Energiewende teilzunehmen und nicht darauf zu warten, bis die großen Energieerzeuger so weit sind“, so Georg Kahl.

Eine Meinung, mit der die Familie nicht alleine steht. Denn laut dem Bundesverband der Solarwirtschaft hat die Gesamtleistung der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen inzwischen die Marke von 40 Gigawatt überschritten. Die daraus produzierte Solarenergie decke rechnerisch den Jahresstromverbrauch von über 10 Millionen Dreipersonenhaushalten.

Viele Fragen konnten in persönlichen Gesprächen geklärt werden. So beispielsweise, was man tun kann im Schadensfall bei einer Altanlage. Dazu der stellvertretende Vorsitzende Oliver Prahl: „Auch wenn Solaranlagen sehr wartungsarm und von jedem betrieben werden können, so kann es eben doch Probleme geben. Neben einem direkten Ansprechpartner vor Ort kann auch eine Versicherung durchaus sinnvoll sein, die den Ertragsausfall abdeckt“.

Die nächste MeinSolar-Veranstaltung soll im August 2016 stattfinden. Anlagenbesitzer, die ihre Anlage gerne vorstellen möchten, können sich gerne bei dem Verein unter kontakt@solardrom.info unverbindlich melden.

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