Begeisterter Stromproduzent / Klaus Berger stellt seine Solaranlage vor

Hockenheim 01.07.2017, „Eine Solaranlage lohnt sich nach wie vor, solange der Eigenverbrauch realisiert werden kann.“, so die Zusammenfassung von Michael Schoellkopf bei der jüngsten Veranstaltung des Vereins Solardrom e.V.
Im Rahmen der MeinSolar-Veranstaltungsreihe hatte man sich bei Familie Berger im Neugärtenring getroffen. 2001 hatte die Familie bereits in eine Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung investiert, die Photovoltaikanlage kam dann 2013 hinzu. „Begonnen hat alles mit dem Besuch eines Außendienstmitarbeiters eines Solarunternehmens. Und das hatte mich neugierig gemacht“, so Klaus Berger. Und seine anfängliche Skepsis, dass dies alles viel zu kompliziert sein könnte, verflog schnell. „Ich war begeistert vom Gedanken, eigenen Strom zu produzieren und somit unabhängiger von Energielieferanten und von zukünftigen Strompreissteigerungen zu sein“, so Berger.
Rund 1/3 des erzeugten Stroms verbraucht die Familie inzwischen selbst und spart somit bares Geld. „Die Sonne entscheidet, wann wir die Waschmaschine anmachen“, so Berger schmunzelnd. Und mit einem Stromspeicher ließe sich der Eigenverbrauchsanteil noch deutlich steigern.
Angesichts der zunehmenden Elektromobilität wird dies sicherlich noch ein größeres Thema werden. Denn: wer möchte nicht an der eigenen „Tankstelle“ tanken, wenn ein eigenes Elektrofahrzeug vor der Tür steht? Ein Gedanke, der auch Klaus Berger nicht mehr loslässt, so dass er sich intensiv mit der möglichen Anschaffung eines Elektrofahrzeugs beschäftigt.
Dass es trotz dieser guten Zukunftsaussichten nicht wirklich gut um die Solarindustrie in
Deutschland steht, ist für dern stellvertretenden Solardrom-Vorsitzende Oliver Prahl
nachvollziehbar: „Eine Massenproduktion ist in Deutschland aufgrund der hohen Schutzstandards kostengünstig nicht zu leisten, wichtig ist das Know-How im Land zu behalten.“ Dennoch bleibt bei den Solarfreunden die Hoffnung, dass immer mehr Hausbesitzer Interesse an der eigenen Stromproduktion finden und dazu beitragen, dass in Hockenheim mehr umweltfreundlicher Strom produziert wird.

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