Was tun mit alten Solaranlagen?

meinSolar, Hockenheim 08.07.2019

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) trat im März 2000 in Kraft und beinhaltet unter anderem die Förderung von Photovoltaikanlagen für 20 Jahre. Doch was passiert nach dem Ablauf der Förderfrist? Zur Diskussion dieser Frage lud der aus der Agenda 21 hervorgegangene Verein Solardrom e.V. zu Agnes Fuchs in die Edith Stein-Straße ein.

Seit 19 Jahren ist ihre Anlage in Betrieb und dürfte somit eine der ältesten in Hockenheim überhaupt sein.

Vorsitzender Michael Schöllkopf stellte zunächst die Anlage vor, die bei der heutigen technologischen Entwicklung getrost als „Oldtimer“ bezeichnet werden kann, die aber dennoch immer noch ihren Zweck erfüllt: umweltfreundlichen Strom zu erzeugen.

Und dass die Anlage rentabel betrieben wird, das konnte Schöllkopf anhand von Grafiken darstellen.

Insgesamt sei der Betrieb problemlos verlaufen, so erzählte Agnes Fuchs. Lediglich einmal sei sie aus allen Wolken gefallen, als die Stadtwerke eine hohe Rückforderung hatten: der Wechselrichter war ausgefallen und somit produzierte die Anlage keinen Strom. Doch nach der Reparatur ging alles wieder seinen gewohnten und problemlosen Gang: wenn die Sonne scheint, dann wird Strom produziert.

Doch was passiert nach dem Ablauf der Förderfrist? Michael Schöllkopf beschrieb die aktuelle gesetzliche Situation und stellte mehrere Optionen vor: entweder weiterlaufen lassen und Strom für den Eigenbedarf produzieren, oder austauschen mit neueren, wesentlich leistungsfähigen Modulen.

Da bei Agnes Fuchs im letzten Jahr eine neue Heizung angeschafft werden musste und somit auch der Nachweis über den Einsatz von 15% Erneuerbarer Energien zu erbringen war, kombinierte Schöllkopf beide Vorgänge und zeigte auf wie man eine PV-Anlage zur Anrechnung bringen kann. Er erläuterte die Kosten/Nutzen-Rechnung und zeigte auch die möglichen Optionen von Kauf und Miete auf.

Über 20 Teilnehmer zeugen von einem großen Interesse, das aber nach der Vorstellung noch lange nicht gestillt war. Und so durfte Michael Schöllkopf noch eine Vielzahl weiterer Fragen beantworten.