E-Mobility-Infoveranstaltung der Stadtwerke Frankenthal.

Kreisrat Adolf Härdle und Solardrom e.V zu Besuch bei der  E-Mobility-Infoveranstaltung der Stadtwerke Frankenthal.

„Mal über den Tellerrand schauen und sehen was die Anderen machen“, so das Ziel der Reise nach Frankenthal.  Die Stadtwerke hatten sich dafür auch mächtig ins Zeug gelegt und etliche E-Autos auf Ihrem Gelände aufgereiht. Der eigene Fuhrpark (8 E-Fahrzeuge) wurde ergänzt durch Ortsansässige Händler die Ihr E-Sortiment bereitwillig zeigten und zur Probefahrt einluden, was gerne von den Vereinsmitgliedern angenommen wurde. Natürlich war auch eine kleine Auswahl von Ladestationen zu besichtigen.

Die Stadtwerke hatten dazu eigens Ihr „Rundum-Sorglos-Paket“ für die Eigene Stromtankstelle angeboten. Das Contracting Model gibt es auch für die Modernisierung der Heizanlage sowie die eigene PV Anlage.  Im Gespräch mit den Stadtwerke Mitarbeitern wurde uns eine gute Resonanz der Angebote bestätigt.

Wer E-Mobilität per Pedes erleben wollte, kam ebenfalls auf seine Kosten. Gute Hintergrund Infos zu E-Bikes und der Test von verschiedenen Räder Marken und Preisklassen war ebenfalls ein gelungenes Angebot.

Die angesetzten Vorträge zum Thema Stadtwerke & E-Mobilität, Ladetechniken sowie E-Fahrzeug-Entwicklung waren gut besucht und gaben einen Überblick ohne allzu sehr in die Technik abzuschweifen.

Nach mehr als 3 Stunden Veranstaltung wurde die Heimreise im eigenen E-Fahrzeug angetreten, in der Gewissheit – Nur wer es anpackt bewegt was. 

Die Energiewende gestalten und hautnah erleben

Die Bürgersolaranlage am Aquadrom

In der Veranstaltungsreihe meinSOLAR führt der Verein Solardrom e.V und die lokale Agenda Hockenheim seit einigen Jahren mehrere Veranstaltungen pro Jahr durch und zeigt auf, was hinter dem Begriff Energiewende steht.
Die Veranstaltung am 16.09. am Aquadrom stand diesmal im Zeichen der Energiewendetage 2017, die unter der Schirmherrschaft des Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg jährlich stattfinden.

„Die Energiewende gestalten und hautnah erleben – einfach machen!“.

Das Motto ist beim Verein gelebte Praxis.

Diesmal waren die Gastgeber die Stadtwerke Hockenheim, vertreten durch den Werkleiter Erhard Metzler und dem Leiter des Aquadroms Gregor Ries.
Der 2. Vorsitzende Oliver Prahl eröffnete den offiziellen Teil und begrüßte die Gäste sowie die Gastgeber. Er erläuterte die Zusammenhänge, wie es durch die konstruktive Zusammenarbeit der lokalen Agenda und der Stadtwerke zur Bürgersolaranlage am Aquadrom kam. Im Anschluss übernahm der 1. Vorsitzende Michael Schöllkopf die Vorstellung der PV Anlagen, fachkundig unterstützt durch Erhard Metzler.

Mit Delta-Sonnenschein an der Energiewende beteiligt

Mit insgesamt 182 kW/p haben die beiden Anlagen schon eine respektable Größe und können so den Stromverbrauch zu 6,5 % decken.

Da die Anlage darüber hinaus rentabel arbeitet, freuen sich jährlich die Besitzer der „Delta-Sonnenscheine“, die mit Ihrer Beteiligung Ihren Beitrag zur Energiewende leisten. Leider sind derzeit keine Beteiligungen mehr möglich, da sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert haben.
Ein kurzer Ausflug in Materialkunde, zeigte den interessierten Zuhörern, den Weg vom Rohstoff Quarzsand zum Produkt Silizium und zur fertigen Solarzelle, anschaulich an einzelnen Gesteins Proben die Erhard Metzler aus seinem Fundus extra mit gebracht hatte.
Die aufkommenden Fragen rund um Erneuerbare Energien wurden fachkundig von Oliver Prahl , Ehrhard Metzler und Michael Schöllkopf beantwortet.

Ein Blick über das Aquadrom - die Neue Dachterasse

Im Anschluss an den Vortrag wurden die Anwesenden zu einem Rundgang und Besuch der neuen Dachterrasse des Aquadroms eingeladen. Ein grandioser Ausblick über das Gelände des Freizeitbades, den man so nicht erwartet hätte. Eine Oase in Grün und auf alle Fälle einen (oder auch mehrere) Besuch/e Wert.
Ehrhard Metzler erläuterte hier dann auch noch weiteren Maßnahmen, die die Stadtwerke im Bereich Energieeinsparung und Kraft- Wärmekopplung derzeit angehen. Ein besonderes Anliegen ist Ihm auch das Forschungsprojekt der Stadtwerke, die in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie, untersuchen in wie weit die Abwärme des Aquadroms im Untergrund gespeichert und später wieder genutzt werden kann.

Im weiteren Rundgang erläuterte Gregor Ries die anstehenden Umbaumaßnahmen und gab den Anwesenden einen Einblick Hinter die Kulissen. Die Veranstaltung fand dann bei einem abschließenden gemeinsamen Imbiss auf der Terrasse des Restaurantbetrieb einen gelungenen Ausklang.

 

Begeisterter Stromproduzent / Klaus Berger stellt seine Solaranlage vor

Hockenheim 01.07.2017, „Eine Solaranlage lohnt sich nach wie vor, solange der Eigenverbrauch realisiert werden kann.“, so die Zusammenfassung von Michael Schoellkopf bei der jüngsten Veranstaltung des Vereins Solardrom e.V.
Im Rahmen der MeinSolar-Veranstaltungsreihe hatte man sich bei Familie Berger im Neugärtenring getroffen. 2001 hatte die Familie bereits in eine Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung investiert, die Photovoltaikanlage kam dann 2013 hinzu. „Begonnen hat alles mit dem Besuch eines Außendienstmitarbeiters eines Solarunternehmens. Und das hatte mich neugierig gemacht“, so Klaus Berger. Und seine anfängliche Skepsis, dass dies alles viel zu kompliziert sein könnte, verflog schnell. „Ich war begeistert vom Gedanken, eigenen Strom zu produzieren und somit unabhängiger von Energielieferanten und von zukünftigen Strompreissteigerungen zu sein“, so Berger.
Rund 1/3 des erzeugten Stroms verbraucht die Familie inzwischen selbst und spart somit bares Geld. „Die Sonne entscheidet, wann wir die Waschmaschine anmachen“, so Berger schmunzelnd. Und mit einem Stromspeicher ließe sich der Eigenverbrauchsanteil noch deutlich steigern.
Angesichts der zunehmenden Elektromobilität wird dies sicherlich noch ein größeres Thema werden. Denn: wer möchte nicht an der eigenen „Tankstelle“ tanken, wenn ein eigenes Elektrofahrzeug vor der Tür steht? Ein Gedanke, der auch Klaus Berger nicht mehr loslässt, so dass er sich intensiv mit der möglichen Anschaffung eines Elektrofahrzeugs beschäftigt.
Dass es trotz dieser guten Zukunftsaussichten nicht wirklich gut um die Solarindustrie in
Deutschland steht, ist für dern stellvertretenden Solardrom-Vorsitzende Oliver Prahl
nachvollziehbar: „Eine Massenproduktion ist in Deutschland aufgrund der hohen Schutzstandards kostengünstig nicht zu leisten, wichtig ist das Know-How im Land zu behalten.“ Dennoch bleibt bei den Solarfreunden die Hoffnung, dass immer mehr Hausbesitzer Interesse an der eigenen Stromproduktion finden und dazu beitragen, dass in Hockenheim mehr umweltfreundlicher Strom produziert wird.

Persönlich an der Energiewende teilnehmen

20160626_MeinSolar_1Eine Solaranlage kann sich auch bei teilverschatteten Flächen lohnen – das ist die Kernbotschaft der jüngsten MeinSolar-Veranstaltung des Hockenheimer Vereins Solardrom e.V. Zu einer Besichtigung der Anlage von Familie Kahl in der Friedrichstraße hatte man sich getroffen, und trotz Regens fanden sich etliche interessierte Hockenheimer ein.

Seit Mai 2014 produziert die Solaranlage Strom, die auf zwei Gauben und einem Garagendach verteilt ist, und zudem noch von einem mächtigen Nadelbaum teilweise verdeckt wird. Eine solche Verschattung hätte früher zum Aus einer jeden Solaranlage geführt. „Doch dank moderner Technik, den sogenannten Leistungsoptimierer, können diese Verschattungseffekte zum großen Teil ausgeglichen werden. Das sollte heute zum Standard einer jeden guten Solaranlage gehören“, erklärte der Vereinsvorsitzende Michael Schöllkopf bei der Vorstellung der Anlage.

Angesichts der geringen Einspeisungsvergütung lohnt es sich vor allem, den selbstproduzierten Strom auch selbst zu verbrauchen. Bei der Familie Kahl sind dies rund 36%. „Mit einem Stromspeicher ließe sich der Anteil des selbstverbrauchten Stroms sicherlich auf 70-80% erhöhen“, so Schöllkopf weiter. Denn: naturgemäß wird der Strom meist abends und nachts verbraucht, wenn die Sonne nicht mehr scheint.

Nachdem sich die Familie Kahl bereits an einer Bürgersolaranlage in Schwetzingen und Hockenheim beteiligt hatte, wollte man selbst Anlagenbesitzer werden. „Unser Grundgedanke war, persönlich an der Energiewende teilzunehmen und nicht darauf zu warten, bis die großen Energieerzeuger so weit sind“, so Georg Kahl.

Eine Meinung, mit der die Familie nicht alleine steht. Denn laut dem Bundesverband der Solarwirtschaft hat die Gesamtleistung der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen inzwischen die Marke von 40 Gigawatt überschritten. Die daraus produzierte Solarenergie decke rechnerisch den Jahresstromverbrauch von über 10 Millionen Dreipersonenhaushalten.

Viele Fragen konnten in persönlichen Gesprächen geklärt werden. So beispielsweise, was man tun kann im Schadensfall bei einer Altanlage. Dazu der stellvertretende Vorsitzende Oliver Prahl: „Auch wenn Solaranlagen sehr wartungsarm und von jedem betrieben werden können, so kann es eben doch Probleme geben. Neben einem direkten Ansprechpartner vor Ort kann auch eine Versicherung durchaus sinnvoll sein, die den Ertragsausfall abdeckt“.

Die nächste MeinSolar-Veranstaltung soll im August 2016 stattfinden. Anlagenbesitzer, die ihre Anlage gerne vorstellen möchten, können sich gerne bei dem Verein unter kontakt@solardrom.info unverbindlich melden.