Blickfang Solarblume

Solardrom e.V. Veranstaltung am 14.05.2018
Die Veranstaltung meinSolar vom Verein Solardrom e.V an der Solarblume im Gartenschaupark war trotz der über Hockenheim ziehenden Gewitterfront recht gut besucht. Pünktlich um 18:00 Uhr hörte der Regen auf und ermöglichte den interessierten Besuchern dem Vortrag des Vorsitzenden Michael Schöllkopf zu folgen.

Nach der Begrüßung der Gastgeber von den Stadtwerken Hockenheim ging es gleich zu den technischen Details der Solarblume. Was leistet Sie, was passiert mit dem Strom, wie funktioniert das Ganze, was kostet sie und wie störanfällig ist die Anlage. All diese Fragen und noch Einiges mehr bekamen die Besucher im Vortrag ausführlich erläutert. „Aufgrund der kurzen Laufzeit ist der Ertrag der Anlage aktuell noch nicht repräsentativ, außerdem gab es zu Beginn noch einige technische Mängel„ erklärte Martina Schleicher, die kaufmännische Leiterin der Stadtwerke.

Karl Götzmann, der Geschäftsführer vom Förderverein Gartenschaupark Hockenheim e.V., war ebenfalls vor Ort und bedankte sich bei den Stadtwerken für das technische Kunstobjekt, das als Blickfang am Eingang des Parkgeländes immer wieder für Aufmerksamkeit sorgt.

Im Anschluss an den Vortrag wurde die Anlage aus der Nähe begutachtet um das ein oder andere Detail auf sich wirken zu lassen. In lockerer Runde wurde dann noch über den aktuellen Stand der Erneuerbaren Energien und Techniken gesprochen. Es zeigte sich dabei wieder einmal wie groß die Unsicherheit im Umgang mit Erneuerbaren Energien immer noch ist. Dies ist einer der Gründe weshalb Solardrom die Vortragsreihe meinSolar regelmäßig veranstaltet um praktische Erfahrungen von Besitzern und Profis aus der Branche einem breiten Publikum zu vermitteln.

Der 2. Vorsitzende Oliver Prahl betonte auch nochmal wie wichtig das Thema Umbau der Energieversorgung in Richtung Erneuerbare für den Klimaschutz und auch die zukünftige Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts Deutschland ist.

Weitere Informationen und Termine finden Sie unter http://www.solardrom.info

Den Vortrag können Sie hier herunter laden  Vortrag vom 14.05.2018  , dazu benötigen Sie ein Passwort das Sie per mail über kontakt@soladrom.info anfordern können.

Die Energiewende gestalten und hautnah erleben

Die Bürgersolaranlage am Aquadrom

In der Veranstaltungsreihe meinSOLAR führt der Verein Solardrom e.V und die lokale Agenda Hockenheim seit einigen Jahren mehrere Veranstaltungen pro Jahr durch und zeigt auf, was hinter dem Begriff Energiewende steht.
Die Veranstaltung am 16.09. am Aquadrom stand diesmal im Zeichen der Energiewendetage 2017, die unter der Schirmherrschaft des Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg jährlich stattfinden.

„Die Energiewende gestalten und hautnah erleben – einfach machen!“.

Das Motto ist beim Verein gelebte Praxis.

Diesmal waren die Gastgeber die Stadtwerke Hockenheim, vertreten durch den Werkleiter Erhard Metzler und dem Leiter des Aquadroms Gregor Ries.
Der 2. Vorsitzende Oliver Prahl eröffnete den offiziellen Teil und begrüßte die Gäste sowie die Gastgeber. Er erläuterte die Zusammenhänge, wie es durch die konstruktive Zusammenarbeit der lokalen Agenda und der Stadtwerke zur Bürgersolaranlage am Aquadrom kam. Im Anschluss übernahm der 1. Vorsitzende Michael Schöllkopf die Vorstellung der PV Anlagen, fachkundig unterstützt durch Erhard Metzler.

Mit Delta-Sonnenschein an der Energiewende beteiligt

Mit insgesamt 182 kW/p haben die beiden Anlagen schon eine respektable Größe und können so den Stromverbrauch zu 6,5 % decken.

Da die Anlage darüber hinaus rentabel arbeitet, freuen sich jährlich die Besitzer der „Delta-Sonnenscheine“, die mit Ihrer Beteiligung Ihren Beitrag zur Energiewende leisten. Leider sind derzeit keine Beteiligungen mehr möglich, da sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert haben.
Ein kurzer Ausflug in Materialkunde, zeigte den interessierten Zuhörern, den Weg vom Rohstoff Quarzsand zum Produkt Silizium und zur fertigen Solarzelle, anschaulich an einzelnen Gesteins Proben die Erhard Metzler aus seinem Fundus extra mit gebracht hatte.
Die aufkommenden Fragen rund um Erneuerbare Energien wurden fachkundig von Oliver Prahl , Ehrhard Metzler und Michael Schöllkopf beantwortet.

Ein Blick über das Aquadrom - die Neue Dachterasse

Im Anschluss an den Vortrag wurden die Anwesenden zu einem Rundgang und Besuch der neuen Dachterrasse des Aquadroms eingeladen. Ein grandioser Ausblick über das Gelände des Freizeitbades, den man so nicht erwartet hätte. Eine Oase in Grün und auf alle Fälle einen (oder auch mehrere) Besuch/e Wert.
Ehrhard Metzler erläuterte hier dann auch noch weiteren Maßnahmen, die die Stadtwerke im Bereich Energieeinsparung und Kraft- Wärmekopplung derzeit angehen. Ein besonderes Anliegen ist Ihm auch das Forschungsprojekt der Stadtwerke, die in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie, untersuchen in wie weit die Abwärme des Aquadroms im Untergrund gespeichert und später wieder genutzt werden kann.

Im weiteren Rundgang erläuterte Gregor Ries die anstehenden Umbaumaßnahmen und gab den Anwesenden einen Einblick Hinter die Kulissen. Die Veranstaltung fand dann bei einem abschließenden gemeinsamen Imbiss auf der Terrasse des Restaurantbetrieb einen gelungenen Ausklang.

 

Begeisterter Stromproduzent / Klaus Berger stellt seine Solaranlage vor

Hockenheim 01.07.2017, „Eine Solaranlage lohnt sich nach wie vor, solange der Eigenverbrauch realisiert werden kann.“, so die Zusammenfassung von Michael Schoellkopf bei der jüngsten Veranstaltung des Vereins Solardrom e.V.
Im Rahmen der MeinSolar-Veranstaltungsreihe hatte man sich bei Familie Berger im Neugärtenring getroffen. 2001 hatte die Familie bereits in eine Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung investiert, die Photovoltaikanlage kam dann 2013 hinzu. „Begonnen hat alles mit dem Besuch eines Außendienstmitarbeiters eines Solarunternehmens. Und das hatte mich neugierig gemacht“, so Klaus Berger. Und seine anfängliche Skepsis, dass dies alles viel zu kompliziert sein könnte, verflog schnell. „Ich war begeistert vom Gedanken, eigenen Strom zu produzieren und somit unabhängiger von Energielieferanten und von zukünftigen Strompreissteigerungen zu sein“, so Berger.
Rund 1/3 des erzeugten Stroms verbraucht die Familie inzwischen selbst und spart somit bares Geld. „Die Sonne entscheidet, wann wir die Waschmaschine anmachen“, so Berger schmunzelnd. Und mit einem Stromspeicher ließe sich der Eigenverbrauchsanteil noch deutlich steigern.
Angesichts der zunehmenden Elektromobilität wird dies sicherlich noch ein größeres Thema werden. Denn: wer möchte nicht an der eigenen „Tankstelle“ tanken, wenn ein eigenes Elektrofahrzeug vor der Tür steht? Ein Gedanke, der auch Klaus Berger nicht mehr loslässt, so dass er sich intensiv mit der möglichen Anschaffung eines Elektrofahrzeugs beschäftigt.
Dass es trotz dieser guten Zukunftsaussichten nicht wirklich gut um die Solarindustrie in
Deutschland steht, ist für dern stellvertretenden Solardrom-Vorsitzende Oliver Prahl
nachvollziehbar: „Eine Massenproduktion ist in Deutschland aufgrund der hohen Schutzstandards kostengünstig nicht zu leisten, wichtig ist das Know-How im Land zu behalten.“ Dennoch bleibt bei den Solarfreunden die Hoffnung, dass immer mehr Hausbesitzer Interesse an der eigenen Stromproduktion finden und dazu beitragen, dass in Hockenheim mehr umweltfreundlicher Strom produziert wird.

Persönlich an der Energiewende teilnehmen

20160626_MeinSolar_1Eine Solaranlage kann sich auch bei teilverschatteten Flächen lohnen – das ist die Kernbotschaft der jüngsten MeinSolar-Veranstaltung des Hockenheimer Vereins Solardrom e.V. Zu einer Besichtigung der Anlage von Familie Kahl in der Friedrichstraße hatte man sich getroffen, und trotz Regens fanden sich etliche interessierte Hockenheimer ein.

Seit Mai 2014 produziert die Solaranlage Strom, die auf zwei Gauben und einem Garagendach verteilt ist, und zudem noch von einem mächtigen Nadelbaum teilweise verdeckt wird. Eine solche Verschattung hätte früher zum Aus einer jeden Solaranlage geführt. „Doch dank moderner Technik, den sogenannten Leistungsoptimierer, können diese Verschattungseffekte zum großen Teil ausgeglichen werden. Das sollte heute zum Standard einer jeden guten Solaranlage gehören“, erklärte der Vereinsvorsitzende Michael Schöllkopf bei der Vorstellung der Anlage.

Angesichts der geringen Einspeisungsvergütung lohnt es sich vor allem, den selbstproduzierten Strom auch selbst zu verbrauchen. Bei der Familie Kahl sind dies rund 36%. „Mit einem Stromspeicher ließe sich der Anteil des selbstverbrauchten Stroms sicherlich auf 70-80% erhöhen“, so Schöllkopf weiter. Denn: naturgemäß wird der Strom meist abends und nachts verbraucht, wenn die Sonne nicht mehr scheint.

Nachdem sich die Familie Kahl bereits an einer Bürgersolaranlage in Schwetzingen und Hockenheim beteiligt hatte, wollte man selbst Anlagenbesitzer werden. „Unser Grundgedanke war, persönlich an der Energiewende teilzunehmen und nicht darauf zu warten, bis die großen Energieerzeuger so weit sind“, so Georg Kahl.

Eine Meinung, mit der die Familie nicht alleine steht. Denn laut dem Bundesverband der Solarwirtschaft hat die Gesamtleistung der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen inzwischen die Marke von 40 Gigawatt überschritten. Die daraus produzierte Solarenergie decke rechnerisch den Jahresstromverbrauch von über 10 Millionen Dreipersonenhaushalten.

Viele Fragen konnten in persönlichen Gesprächen geklärt werden. So beispielsweise, was man tun kann im Schadensfall bei einer Altanlage. Dazu der stellvertretende Vorsitzende Oliver Prahl: „Auch wenn Solaranlagen sehr wartungsarm und von jedem betrieben werden können, so kann es eben doch Probleme geben. Neben einem direkten Ansprechpartner vor Ort kann auch eine Versicherung durchaus sinnvoll sein, die den Ertragsausfall abdeckt“.

Die nächste MeinSolar-Veranstaltung soll im August 2016 stattfinden. Anlagenbesitzer, die ihre Anlage gerne vorstellen möchten, können sich gerne bei dem Verein unter kontakt@solardrom.info unverbindlich melden.

Solardrom e.V. bei einem Solar-Pionier

„Mit der Familiengründung kam der Wunsch auf, den ökologischen Fußabdruck zu verringern“, so Stefan H. F. Barth zur Begründung, warum er sich 2002 eine Photovoltaik-Anlage auf seinem Haus in der Hubertusstraße installieren ließ. Und damit dürfte er einer der ersten Pioniere gewesen sein, die in der Rennstadt Hockenheim auf die damals noch relativ neue Technologie setzten.

2016-04-09-meinSolar-GruppenfotoIm Rahmen der Veranstaltungsreihe „MeinSolar“ hatte der aus der Lokalen Agenda 21 hervorgegangenen Verein Solardrom e.V. zu dieser Besichtigung eingeladen, und Vorsitzender Michael Schöllkopf konnte eine kleine aber interessierte Zuhörerschaft begrüßen.

„Trotz gültiger Gesetze stieß ich auf viele Hürden; keiner wollte etwas mit der Photovoltaik zu tun haben“, so Barth rückblickend. Zunächst von der Nachbarschaft noch kritisch beäugt, hat sich die Anlage seitdem bewährt und produziert rund 2.500 Kilowattstunden jährlich. Trotz der damaligen hohen Einspeisevergütung hat sich die Anlage aber auch nach 14 Jahren noch nicht rentiert, und die Gewinnschwelle wird erst in einigen Jahren erreicht werden. Doch die Rentabilität war eben nur zweitrangig. „Ich war schon immer fasziniert, dass man aus Licht umweltfreundlich Strom produzieren kann“, so der Immobilienfachwirt. Und das wollte er fördern.

Die anfänglichen Probleme haben sich inzwischen erledigt. Und Probleme bei der Anlage gab es lediglich einmal, als der Wechselrichter erneuert werden musste, und erst nach langem Suchen ein fachkundiger Hockenheimer Elektriker gefunden werden konnte. „Eine Erfahrung, die viele Anlagenbesitzer gemacht haben. Das war ja auch ein Grund der Vereinsgründung, um so ein Netzwerk von Fachleuten und Ansprechpartnern aufzubauen“, so der Schöllkopf.

Dass das Erneuerbare Energien-Gesetz aus Sicht des Vereins ein Erfolg ist, das zeige sich schon allein daran, dass sich die Rentabilität der Anlagen nicht wirklich verändert habe: den stark gekürzten Einspeisevergütungen stehen Effizienzsteigerungen und deutlich geringere Anschaffungskosten gegenüber. So kann sich auch heute noch eine Anlage lohnen, wenn der Strom weitgehend selbst verbraucht wird.

„Was mache ich mit der Anlage, wenn ich sie entsorgen muss?“, wollte Robert Marquardt aus Reilingen wissen. Hier konnte Schöllkopf auf das Entsorgungsprogramm der AVR verweisen, die die Module fachmännisch entsorgt.

Trotz aller Erfolge blickt man von Seiten des Vereins wenig optimistisch in die Zukunft. „Mehr und mehr laufen uns andere Nationen wie die USA aber auch China den Rang bei den nachhaltigen Energien ab. Und wenn wir das Klimaschutzabkommen von Paris ernst nehmen, dann muss dieser Trend umgekehrt werden“, so der stellvertretende Vorsitzende Oliver Prahl. Und Stefan H.F. Barth bemängelte abschließend, dass mit jeder Bundesregierung Änderungen am Energie Einspeise-Gesetz vorgenommen wurden, die das Gesetz inzwischen unnötig komplex und undurchsichtig machten.