Elektrisch fahren macht Spaß

27.02.21 Online Veranstaltung zur Elektromobilität / Markus Fuchs und Martin Trinler berichten 

Samstagnachmittag bei strahlend blauem Himmel – eigentlich nicht die ideale Zeit für eine online Konferenz. Und dennoch fanden sich gut 20 Teilnehmer zur Veranstaltung „E-Auto für Einsteiger“ des Vereins Solardrom e.V. ein. Entsprechend erfreut zeigte sich der Vorsitzende Michael Schöllkopf, der eingangs auf die Wurzeln des Vereins – nämlich die Lokale Agenda 21 – verwies. 

Im Jahr 2020 wurden 194.200 Pkws mit reinem Elektroantrieb neu zugelassen – so viel wie nie zuvor. Zusammen mit den Hybrid-Fahrzeugen machte im Januar 2021 der Anteil der alternativen Antriebe bereits fast 37% bei den Neuzulassungen aus.

Von seinen ersten Erfahrungen berichtete E-Auto-Fahrer Markus Fuchs. Begonnen hatte alles beim e4 Testival 2018 auf dem Hockenheimring, als er gleich mehrere Elektrofahrzeuge Probefahren konnte. Das erste Mal ist ihm auch heute noch in guter Erinnerung: „Ich suchte vergeblich den Zündschlüssel um den Motor anzulassen, bis mir der Beifahrer sagte, dass der Wagen bereits laufe“, so Fuchs. Eine Schlüsselerfahrung, denn bei einem Elektrofahrzeug hört man außer dem Fahrgeräusch fast nichts. Fuchs: „Ich genieße diese Ruhe, gerade im Stadtverkehr“.

Ausschlaggebend für den Kauf eines Elektrofahrzeugs im Sommer 2020 war die Förderung der Bundesregierung (6.100 Euro) und die Senkung der Mehrwertsteuer. Die Erfahrungen zeigten ihm, dass das E-Auto ein gleichwertiges Auto sei, insbesondere als Stadtauto oder als Zweitauto. „Es fährt mich zuverlässig von einem Ort zum anderen“, so Fuchs.

Michael Schöllkopf, Markus Fuchs und Martin Trinler testen die Ladestation der Stadtwerke Hockenheim vor dem Gauß-Gymnasium

Der Sprecher der Agendagruppe Elektromobilität Martin Trinler übernahm den zweiten Teil des Vortrags, der sich sichtlich über die stetig steigenden Zulassungszahlen freute: „Es ist ein deutliches Zeichen, dass elektrisch fahren Spaß macht“. 

Klar nahm er Stellung zur Leistungen der Elektrofahrzeuge: „Die Akkus sind heute recht ausgewachsen, so dass man eine gewisse Strecke zurücklegen kann“. So können selbst kleine Modelle inzwischen 250-300 km zurücklegen. Aufgeladen werden die Fahrzeuge entweder über Wallboxes auf dem eigenen Grundstück, was in rund 85% der Fälle sei. Zwischen 400 und 2.500 Euro koste eine privat betriebene Wallbox, für die es 900 Euro Zuschuss vom Staat gibt. 

Die restlichen 15% der Aufladungen würden über die Ladesäulen auf öffentlichen Parkplätzen – beispielsweise wie die Stadtwerke Hockenheim (Zehntscheunenplatz, Gauß-Gymnasium, Rathaus, Aquadrom) – sowie auf Raststätten oder Einkaufszentren vorgenommen. „Ein kleines Fahrzeug ist in gut zweieinhalb Stunden aufgeladen, bei einem größeren Fahrzeug erfolgt die Aufladung über Nacht“, so Trinler, der bereits seit 2015 ein Elektrofahrzeug als Erstfahrzeug fährt. 

Sozusagen als das „Tüpfelchen auf dem i“ stellte Trinler seine Photovoltaikanlage vor, mit der gleichzeitig das Elektrofahrzeug aufgeladen wird. Eindeutig sein Ratschlag an jeden, der eine solche Komplettlösung anstrebe: „Es lohnt sich, aber es kann sehr schnell sehr kompliziert werden. Lassen Sie Sich von einem Fachhandwerker beraten“. 

In der anschließenden von Michael Schöllkopf moderierten Diskussionsrunde berichteten weitere Fahrer von Elektrofahrzeugen ihre Eindrücke und Erfahrungen. Zum Abschluss verwies Schöllkopf auf die Vereins-Homepage und die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden, um monatlich zu allen Veranstaltungen des Vereins informiert und eingeladen zu werden.

Hier die Aufzeichnung der Veranstaltung