Stadtwerke und Solardrom e.V.

Die Stadtwerke Hockenheim und der Verein Solardrom e.V arbeiten seit geraumer Zeit, gemeinsam an der Energiewende in Hockenheim. Nach etlichen Gesprächen und Online Sitzungen wurde nun ein weiterer Schritt in Richtung Erneuerbare Energien angegangen.
Aus den eingebrachten Ideen und Vorschlägen haben sich einige neue Projekte entwickelt, die auf Erneuerbare Energien setzen um dem Klimawandel und den dazu notwendigen Einsparmaßnahmen im Bereich C02, gerecht zu werden.

Erneuerbare sind nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich

„Natürlich steht auch die wirtschaftliche Entwicklung und neue Geschäftsmodelle im Fokus, der Projekte“, so Werkleiterin Martina Wilk.
Ein beständiges weiter so ist für jedes Unternehmen zwangsläufig ein Weg in die falsche Richtung, wie unlängst der Vorsitzende der IHK Rhein Neckar in einem Online Seminar betonte. Nur wer mit der Zeit geht und sich anpasst dem gehört die Zukunft und wird als innovatives Unternehmen auch ein Aushängeschild für die Region sein. Dabei kommt den Stadtwerken auch ihre Betriebsgröße zu gute. Klein, flexibel, in einem überschaubarer Markt und fest verankert in der Region – was liege also näher, als diese Stärken zu nutzen und aktiv die Weichen in Richtung CO2-neutrale Energieversorgung zu stellen?

Der Klimaschutz steht klar im Fokus

„Wichtig ist es auch die Bürger mitzunehmen und in die Prozesse einzubinden“, so der Solardrom Vorsitzende Michael Schöllkopf. „Wir wollen vorangehen und im Rahmen der Möglichkeiten aktiv an der Gestaltung der Energiewelt von Morgen arbeiten, immer mit Blick auf die Ziele des Pariser Klimaabkommens.“

Solar Projekte für die Stadt und die Bürger

In diesem Jahr hat man sich zum einen dem Projekt Aufbau von PV Anlagen auf den Städtischen Gebäuden angenommen. Ziel soll es sein einen groß Teil des erzeugten Solarstromes selbst zu verbrauchen und den Rest ins Netz einzuspeisen. Neben Eigenverbrauch und CO2 Einsparung werden hier auch dezentrale Energie Kapazitäten aufgebaut die dann nicht mehr eingekauft werden müssen. Es ist geplant für diese Anlagen die Aktion „Sonnenscheine“ zu reaktivieren, die es Stromkunden der Stadtwerke ermöglicht sich an der Finanzierung der PV Anlagen zu beteiligen.

Als weiteres Projekt hat der Abteilungsleiter Netze Valentin Fein das Thema LED Straßen Beleuchtung in Angriff genommen. Auch hier ist eine deutliche Reduzierung des Stromverbrauchs und der damit zusammenhängenden Einsparung von CO2 verbunden.

Vom dritten Projekt sollen die Ü20 Anlagen Besitzer profitieren, jene Pioniere die bereits vor 20 Jahren Solaranlagen aufgebaut haben und die nun vor der Wahl stehen ihre Anlagen abzuschalten oder verlustbringend weiterlaufen zulassen. Die Stadtwerke wollen hier ein Zeichen setzen und den eingespeisten Strom der Anlagen etwas besser zu vergüten und so die Solaren Kapazitäten weiter zu nutzen.
Die genauen Modalitäten und Anforderungen werden derzeit ausgestaltet und stehen demnächst zur Verfügung.

Die Zukunft der Stadtwerke steht klar im Fokus von Erneuerbarer Energien

Weitere Projekte sind in Vorbereitung und werden derzeit auf Ihre Umsetzbarkeit geprüft, Themen wie Quartiers Lösungen, Nahwärmenetze, Speichertechnologien und Contracting stehen dabei auf der Tagesordnung. Über diese Projekte wollen zukünftig die Stadtwerke gemeinsam mit dem Verein Solardrom regelmäßig berichten. Unterstützt werden die Aktivitäten auch durch die Klimaschutzgruppe der Lokalen Agenda 21, die das Thema CO2 Monitoring im Blick haben.