Solaranlage absolut empfehlenswert

Dieter Riedel stellt selbst montiere Photovoltaik-Anlage vor / Solardrom e.V. vor zehn Jahren gegründet

„Ich baue mir dann mal eine Photovoltaik-Anlage“, so oder so ähnlich könnte das Motto von Dieter Riedel gelautet haben, als er die Corona-bedingte Auszeit zum Bau einer solchen Anlage genutzt hatte und diese in der letzten online-Veranstaltung des Vereins Solardrom e.V. vorstellte.

Eine stolze Anzahl von über 30 Teilnehmer konnte der Vereinsvorsitzende Michael Schöllkopf am Samstagnachmittag begrüßen: „Unser Ziel ist es, die Solarenergie in Hockenheim voranzubringen, um so zu einer nachhaltigen Energiewende beizutragen“. Vor genau zehn Jahren wurde der Verein Solardrom gegründet, der sich in der Zwischenzeit zu einer Anlaufstation nicht nur für alle Solarinteressierten entwickelt habe, sondern für alle, die Interesse an alternativen Energien hätten. Gerne nutzte Schöllkopf auch die Gelegenheit, auf die gute Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und der Stadt Hockenheim hinzuweisen.

Als Handwerker und Praktiker ist der PV Bau eigentlich ganz einfach.
Dieter Riedel bei der Arbeit

Als gelernter Elektriker und als Handwerker – und somit als Praktiker – sei Dieter Riedel der Bau seiner Photovoltaik-Anlage nicht wirklich schwergefallen. Jederzeit beratend zur Seite sei ihm dabei Michael Schöllkopf gestanden, ohne dessen fachliches Know-how es nicht gegangen wäre. Und so entstand innerhalb einer Woche im August 2020 eine 4,6 Kilowatt Peak große Anlage auf dem Garagendach des Einfamilienwohnhauses am Bachrain.

Sehr humorvoll schilderte Dieter Riedel seine wechselnde Gefühlslage von der zunächst kompletten Überforderung angesichts der unüberschaubaren Angebotsvielfalt („ohne die Unterstützung des Vereins Solardroms wäre es nicht gegangen“), über die Verwunderung der allgegenwärtigen deutschen Bürokratie, die Freude über die erste produzierte Kilowattstunde bis hin zur – nicht ganz ernst gemeinten – Wut über einen Vogel, der seine Hinterlassenschaften auf der frisch in Betrieb genommenen Solaranlage hinterlassen hatte.

Rund 4.000 Euro musste der stolze Besitzer für die Solarpanelen, Wechselrichter und das Befestigungsmaterial aufbringen. Und diese Investition sollte sich bereits innerhalb von sechs Jahren amortisieren. Der Grund: der selbst produzierte Strom wird weitgehend selbst verbraucht.

Sein Fazit: „Eine solche Anlage ist absolut empfehlenswert.

Auch wenn sie teilweise verschattet ist, so produziert sie Strom vom Sonnenauf- bis zum – Sonnenuntergang“. Und somit wurde aus dem Solar-Skeptiker ein Solar-Befürworter, der bereits eine Erweiterung der Anlage plant und auch laut über die Anschaffung eines Elektroautos nachdenkt, das dann über den selbst produzierten Strom aufgeladen werden könnte.

In der anschließenden Diskussionsrunde nutzten die Teilnehmer gerne die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Zum Abschluss verwies Michael Schöllkopf auf die Vereins-Homepage und die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden, um somit monatlich zu allen Veranstaltungen des Vereins informiert und eingeladen zu werden.

Hier die Aufzeichnung des Vortrags von Dieter Riedel