Strom und Wärme – eine Quelle – die Sonne

Freitabend 19 Uhr bei Sonnenschein – eigentlich die ideale Zeit, um sich auf das Wochenende vorzubereiten. Und dennoch fanden sich fast 20 Gäste bei der jüngsten online MeinSolar-Veranstaltung des Vereins Solardrom e.V. ein, um mehr über regenerative Energien zu erfahren.

Als „Überzeugungstäter“ bezeichnete der Vereinsvorsitzende Michael Schöllkopf die Vereinsmitglieder des vor zehn Jahren gegründeten und aus der Lokalen Agenda hervorgegangenen Vereins: „Alle unsere Beratungsleistungen sind ehrenamtlich und kostenlos, weil wir so zur Energiewende beitragen wollen“.

Vor sieben Jahren zog es Mathieu Fuchs zusammen mit seiner Frau von Schwetzingen nach Hockenheim, um sich den Traum von einem eigenen Haus zu erfüllen. Doch obwohl das Haus damals fast noch ein Neubau war, stellte der stolze Hausbesitzer sehr schnell fest, dass der Energieverbrauch deutlich höher als erwartet war.

LInks: Solarthermie Anlage, auf dem Dach PV

Nach eingehender Suche entschied er sich 2017 für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Hauses zusammen mit einem 4,6 Kilowatt-Stromspeicher. Und der Erfolg kann sich sehen lassen: „Wir haben einen Autarkiegrad von 80%. Wir müssen also lediglich 20% unseres verbrauchten Stroms zukaufen“. Und das waren im letzten Jahr ganze 424 Kilowattstunden. Vom März bis Oktober sei er stromtechnisch ein Selbstversorger: dank des Stromspeichers kann der tagsüber produzierte Strom nachts verbraucht werden. Fuchs denkt bereits über den Kauf eines Elektrofahrzeugs nach, um den selbst erzeugten und nicht benötigten Strom selbst verwenden zu können. 

2019 kam dann die Solarthermie, also die Gewinnung von Warmwasser über Sonnenergie, hinzu. Aus Platzgründen hatte er sich für eine Fassadenmontage entschieden. Mit einem 800 Liter Warmwasserspeicher produziere die Anlage ausreichend Warmwasser, um im Zeitraum März bis November auf die Heizung vollständig zu verzichten. Entsprechend habe sich auch der Gasverbrauch reduziert. 

Einen einfachen Ratschlag gab Mathieu Fuchs am Ende seines Vortrags: „Energiesparen ist immer noch die beste Lösung. Denn alles, was ich nicht verbrauche, kann ich anderen Nutzern zur Verfügung stellen“. 

Fragen wurden in der anschließenden Diskussionsrunde gestellt und von Mathieu Fuchs und Michael Schöllkopf beantwortet. Zum Abschluss verwies der Vorsitzende auf die Vereins-Homepage (www. Solardrom.info) und die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden, um somit monatlich zu allen Veranstaltungen des Vereins informiert und eingeladen zu werden.

Hier der Vortrag zum ansehen. Leider fehlen aus techn. Gründen die ersten paar Sekunden.