„Der Werbeeffekt für die Band war unfassbar“

Mike Frank (Me and the Heat) über seine Erfahrungen zur Elektromobilität / Veranstaltung von Solardrom e.V. 

Wie passen Elektromobilität und Musik zusammen? Hervorragend, so zumindest die Aussage von Mike Frank, den viele besser als Gründer und Kopf der Band „Me and the Heat“ kennen dürften. Eine Gruppe von über 30 Musikerinnen und Musiker, die seit über 25 Jahren existiert und bereits bei mehr als 3650 Veranstaltungen in über 10 Ländern aufgetreten ist.

Eingeladen wurde Frank vom Verein Solardrom, um über seine Erfahrungen zur Elektromobilität zu sprechen. „Als gelernter KFZ-Mechaniker war ich ein klassischer Verbrenner-Fan“, so bekannte Frank freimütig. Doch irgendwann habe ihn jemand angesprochen, was er eigentlich in Richtung Nachhaltigkeit tue. Und nach einer Weile sei ihm der Gedanke gekommen, für die Band zwei Elektrofahrzeuge anzuschaffen als Ersatz für die in die Jahre gekommen konventionellen Fahrzeuge. 

Dass bei Elektrofahrzeugen manche Dinge etwas anders seien, das habe er bereits bei der Fahrzeugübergabe erfahren: „Anstelle einer Einführung habe ich einfach die Schlüssel und Papiere in die Hand gedrückt. Und das war es dann auch schon“, so Frank. 

Bewusst habe er sich für ein amerikanisches Modell entschieden, da das Gesamtpaket stimme. Ein eigenes Schnell-Ladenetz in 20 Ländern ermögliche Langestreckenfahrten mit Ladestopps von 20 bis 30 Minuten. Dazu komme das autonome Fahren, was ihm ermögliche, während der Fahrt wichtige Gespräche zu führen oder sich einfach auszuruhen, wenn er müde sei. „Ich habe einen fahrenden Computer und kein Auto mit Computer“, so beschrieb er scherzhaft den Unterschied zwischen der amerikanischen und deutschen Fahrzeugphilosophie.

Mit viel Witz und mit noch mehr Leidenschaft beschrieb Frank seine ersten Erfahrungen, die sich von der anfänglichen Skepsis sehr schnell ins Gegenteil gewandelt hätten: „Ich bin von diesem Auto komplett überzeugt“. 

Und die Auswirkungen für die Band? „Der Werbeeffekt für die Band war unfassbar“, so Frank. Denn keine andere Band könne von sich behaupten, nahezu klimaneutral zu den Konzerten anzureisen. Denn alle Instrumente führe die Band selbst mit – in Anhängern oder Transportboxen.

Aufgrund von Corona musste die Band viele Auftritte absagen. Doch die nächsten Termine stehen schon und er freute sich sichtlich darauf.

Fragen wurden in der anschließenden Diskussionsrunde gestellt und gerne vom Vereinsvorsitzenden Michael Schöllkopf und dem Sprecher der Agenda Gruppe Elektromobilität, Martin Trinler, gerne beantwortet. 

Hier die Veranstaltung zum nachschauen